David Hasselhoff und der Mauerfall

David_Hasselhoff

Der Rettungsschwimmer und der Mauerfall

Was hat David Hasselhoff in seiner Karriere nicht schon alles gemacht? Mit gut gebauten Blondinen über den Strand gelaufen, mit einem hochintelligenten Auto Verbrecher gejagt und die Berliner Mauer umgestoßen. Was, das letzte Ereignis ist ihnen unbekannt? Gut, viele Historiker und ehemalige Bewohner der DDR mögen ihnen da zustimmen aber David weiß es besser. Damals 1989, kurz vor dem Ende der bananenlosen Zeit, gab Hasselhoff schließlich ein Konzert vor dem Brandenburger Tor und begeisterte “Wessis” und “Ossis” gleichermaßen. Ein verbindendes Ereignis, welches zweifellos die sozialistische Diktatur im Alleingang hinweg gefegt hatte und mit dem sich David für immer in die Herzen der Deutschen sang.

Jahre voller Glück, Frieden und ewigem Wohlstand später, entdeckte der Sänger jedoch etwas Schreckliches. Das Berliner Mauermuseum am “Checkpoint Charlie” enthielt kein Bild von ihm und seiner heroischen Tat. Nirgendwo in diesem Haus konnte man nach “Freedom looken” und Davids Befreiungsschlag für die unterdrückten Massen wurde einfach so aus den Annalen der Geschichte gestrichen. Und als sich “Mitch”, wie Hasselhoff in seiner Rolle als Lebensretter hieß, 2009 zur 20-Jahresfeier des Mauerfalls beteiligen wollte, wurde ihm von amtlicher Seite beschieden, dass bei diesem “Fest der Freiheit” kein Platz für ihm sei. Undank ist der Welten Lohn!

In den letzten Jahren scheint es aber so, als wäre zu Hasselhofs angeborenem Taktgefühl und seiner Bescheidenheit auch noch eine Prise Altersweisheit gekommen. So erklärte der Künstler 2010 in seiner Biografie, dass er die Mauer möglicherweise doch nicht selbst umgeschubst hatte. Viel mehr wurden ihm diese bösartigen Unterstellungen von fiesen Reportern in den Mund gelegt. Vielleicht haben sich die 10000en Demonstranten in Ostberlin ihre Freiheit doch selbst erkämpft? Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren.

“The Hoff”, wie sich der Sänger seit einiger Zeit nennt, hat heute jedenfalls Wichtigeres zu tun. Anstelle von verwackelten Videos über seine Alkoholsucht, rappt er lieber mit HipHop-Star Ice-T und macht Werbung für Videospiele, in denen er sich selbst verprügelt. Kann man so einem Mann überhaupt böse sein?

Kotzendes Einhorn stellte zeitlich passend zum Tag der deutschen Einheit einen Beitrag darüber mit einem Youtube Video vom originalen Geschehen:
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Selbst da war er schon ein Knall-Magnet.

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