Beliebte Varianten des Hoax

Der Kettenbrief existiert schon eine sehr lange Zeit und es kann nicht überraschen, dass er seinen Weg in das digitale Zeitalter gefunden hat. Eine der klassischsten Varianten ist dabei der sogenannte Glücksbrief. Er verspricht seinem Empfänger meist Glück, wenn er ihn an eine bestimmte Anzahl anderer Leute weiterleitet. Auch wenn das auf den ersten Blick jeglicher Logik widerspricht, gibt es eben doch eine nicht unerhebliche Anzahl abergläubischer Menschen, die den Hoax dann eben doch weiterverbreiten. Da manche der Mails zudem ernste Konsequenzen androhen, wenn sie nicht weitergeleitet werden, möchten viele Empfänger auch lieber auf Nummer sicher gehen. Gerade, wenn sie keine negativen Konsequenzen erkennen können, die das Weiterleiten mit sich bringen könnte.

Eine weitere sehr beliebte Masche ist der Tränendrüsenbrief. Er erzählt eine herzzerreißende Geschichte, die meist von kranken Kindern handelt und darum bittet, den Brief an möglichst viele Personen zu schicken. Dadurch soll dem kranken Kind eine Freude gemacht werden, oder jemand soll pro weitergeleiteter Mail eine bestimmte Summe zahlen, um dem Kind zu helfen. Das erste Problem dabei ist aber, dass es keine Möglichkeit gibt, zu überprüfen, wie oft eine Mail weitergeleitet wurde. Wenn es außerdem eine Möglichkeit gibt, dem Kind zu helfen, erscheint es doch sehr fragwürdig, diese Hilfe von einem Kettenbrief abhängig zu machen.

Sehr beliebt sind in diesem Zusammenhang auch Petitionen, die per Mail verbreitet werden und auf ein bestimmtes Anliegen aufmerksam machen sollen. In den letzten Jahren sind tatsächlich einige Seiten online erschienen, die diesem Zweck dienen. Der Bundestag hat mittlerweile auch eine Website zu diesem Zweck gestartet. Auch wenn Petitionen dort kaum mehr als eine Art der Meinungsäußerung sind, kann man sich unter Umständen Gehör verschaffen. Wer dies allerdings in Form von Massenmails versucht, wird keinen Erfolg haben. Das reine Weiterleiten einer Mail wird weder irgendwo registriert, noch ist es in der Lage, etwas zu verändern.

Urbane Legenden, im Englischen urban legends genannt, werden die Geschichten genannt, die als wahr verkauft werden, obwohl sie nachweißlich nie passiert sind. Um solchen Geschichten Glaubwürdigkeit zu verleihen, werden sie oft so erzählt, als seien sie jemandem passiert, den der Erzähler über mehrere Ecken selbst kennt. Die Geschichten drehen sich dabei oft um Warnungen vor Gefahren, die nicht wirklich existieren.

Massenmails erwecken auch gelegentlich den Anschein, sie seien eine Sicherheitswarnung eines bekannten Unternehmens und sollen den Empfänger vor einem Virus oder anderen Schadprogrammen warnen. Während es wahr ist, das die digitale Welt einiges an Gefahren bereithält, bleibt doch zu sagen, dass sich kein seriöses Unternehmen jemals der Methode eines Kettenbriefes bedienen würde, um eine ernsthafte Warnung zu verbreiten.

Die Blogosphäre hat sich derweil ihre eigenen Gedanken zu Hoaxes und Kettenbriefen gemacht und hat dabei den Kettenlink erfunden. Dabei verspricht ein Blog einen bestimmten Inhalt und verweist auf ein anderes Blog. Dort findet der Leser allerdings nicht den gewünschten Inhalt, sondern nur einen weiteren Link auf das nächste Blog. Dies kann nahezu unendlich fortgesetzt werden, um sich mit dem Leser einen Spaß zu erlauben. Solange es sich dabei weiterhin um harmlose Dinge wie den besten Blondinenwitz aller Zeiten handelt und dem Suchenden keine wirklich relevanten Informationen versprochen werden, handelt es sich dabei um einen harmlosen Scherz, der dem Leser allenfalls die Zeit raubt, die es ihn kostet, bis er das Spiel durchschaut hat.

Ein Kommentar

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